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Praktica BX Winder PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: NovaTronic   
Freitag, 06. März 2009 um 16:50 Uhr

 

Praktica BX Winder

 

Als Teil des Systemzubehörs zur Praktica B-Serie waren unterschiedliche Filmwinder-Baureihen erhältlich. Diese hießen "Praktica B Winder" und "Praktica BX Winder".

Ein Winder hat die Aufgabe, den manuellen Aufzugvorgang per Handhebel durch einen elektrischen Antrieb zu ersetzen. Dabei wird der Verschluss wieder aufgezogen und der Film weitertransportiert. In Situationen bei denen es um eine schnelle Bildfolge geht, kann ein Winder manche Bilder erst möglich machen. Beispiele dafür sind die Sport-, Tier- und Kinderfotografie. Ein weiterer Vorteil des Winders in der Praxis ist die bessere Haltung der Kamera in er Hand.  Es kommt durch das Windergehäuse zu einer "Verlängerung" der Auflagefläche in der Hand.


Die Praktica-Winder werden mit vier Batterien oder Akkus der Größe AA / R6 betrieben. Über einen Schiebeschalter werden die Batterien zu- oder abgeschalten. Nach Benutzung der Kamera oder wenn der Winder nicht gebraucht wird, sollte er abgeschaltet werden, da die interne Steuerungselektronik einen geringen Eigenstromverbrauch aufweist und damit die Batterien entladen werden können.
Im Winder befinden sich folgende Baugruppen: Motor, Getriebe, Kupplung und Steuerungselektronik.

Unter optimalen Bedingungen (frische Batterien, kurze Verschlusszeit) ist eine Bildwiederholzeit von 3,5 Bildern pro Sekunde möglich. Jedoch wird vom Dauerbetrieb abgeraten; im Handbuch erscheint der Hinweis, dass nach zwei Filmen im Dauerbetrieb eine Abkühlpause einzuhalten ist, um die Lebensdauer des Gerätes zu erhöhen.
Der Winder wird unter der Kamera mit Hilfe eines drehbaren Gewindestiftes in die Stativgewindebuchse geschraubt. Damit die Kamera trotzdem mit einem Stativ verwendet werden kann, befindet sich an der Unterseite des Gerätes ein weiteres Stativgewinde.

Praktica BX Winder

 

Funktionsweise 

In der Kamera befindet sich innerhalb des Aufzugsgetriebes ein mechanischer Schalter, der sich schließt, sobald der zweite Verschlussvorhang gefallen ist. Über zwei elektrische Kontakte wird dieser Zustand an die Winder-Elektronik übermittelt. Diese schließt die Kupplung zwischen Motor und Getriebe, sobald ein Kurzschluss an den beiden Außenkontakten festgestellt wird. Danach wird der Motor mit Strom versorgt, es beginnt sich die Transportkupplung zwischen Kamera und Winder zu bewegen, diese Drehbewegung ist der des Filmspannhebels ebenbürtig.
Ist die Kamera aufgezogen, öffnet sich der kamerainterne Schalter und die Steuerungselektronik des Winders öffnet die interne Kupplung augenblicklich, zeitgleich wird die Stromzufuhr zum Motor unterbrochen. Durch die Eigenschwungmasse läuft Dieser allerdings eine Zeit lang weiter, was bei Serienbildern hilfreich ist, denn so kann die noch gespeicherte Rotationsenergie des Motors zum Weiterantrieb genutzt werden.

Von Seiten verschiedener Fachwerkstätten wird berichtet, dass der Winder im Zusammenhang mit B-Kameras (BC1, B100 etc.) unter Umständen zu Schäden an der Kamera führen kann. Erst die BX-Kameras sind konstruktiv besser auf die Winderbenutzung ausgelegt.

Wird der Winder im Zusammenhang mit dem Selbstauslöser benutzt, werden mehrere Bilder belichtet. Der Grund dafür ist, dass die Selbstauslösermechanik die Auslösertaste längere Zeit herunterdrückt. Da der Winder die Kamera sofort nach Belichtungsende wieder aufzieht, wird gleich danach wieder ausgelöst. Dieses Spiel kann sich unter Umständen so oft wiederholen, dass es zur Entstehung von bis zu etwa 4 Bildern kommen kann, abhängig von Belichtungszeit der Kamera und Batteriezustand im Winder.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 11. März 2009 um 13:06 Uhr
 
 

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